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31.01.2016

Veranstaltungssaal jetzt schon 70% teurer als geplant

Wir hatten uns in der Vergangenheit immer gegen einen Neubau ausgesprochen und nicht nur wg. der Investitionssumme und der damit einhergehenden höheren Verschuldung, sondern auch weil dieser neue Veranstaltungsaal nicht wirklich gebraucht wird und schon deshalb nicht in die Haushaltsnotlage dieser Gemeinde passt. Auch warnen wir erneut vor den Folgekosten und den nicht zu kalkulierenden erhöhten Abschreibungen.

Man darf hier einmal die Frage stellen: Auf welcher Grundlage werden im Gemeinderat die Entscheidungen getroffen? Es sind die Gutachtervorschläge und die daraus resultierenden Sitzungsvorlagen der Bürgermeisterin. Ihr Zahlenspiel ist für viele heute nicht mehr nachvollziehbar, aber wir möchten es nicht versäumen, auch darauf noch einmal einzugehen und daran zu erinnern, dass der alte Kultursaal keinen Wasserschaden hatte. Er wurde lediglich einer sogenannten Sichtachse geopfert!

Auf Grund dieser Sichtachse folgte das sogenannte Strategiepapier der Fa. Agsta Umwelt im August 2010, oder besser gesagt die Vorlage der Bürgermeisterin zur Entscheidung gegen die Renovierung.

Agsta:“Insgesamt betrachtet ist der Kultursaal also in einer Größenordnung von ca. 2,87Mio € sanierungsbedürftig. Ohne Abrisskosten käme man bei gleicher Größe auf 2.375.347,10 € für einen Neubau. Geht man von einer bedarfsgerechten, etwas kleineren Dimensionierung aus, werden sich wahrscheinlich auch die Neubaukosten verringern.“

Begründet wurde also damit, dass ein Neubau der gleichen Größe 2,375347 Mio.€ kosten würde und bei einer Renovierung 500.000 € Mehrkosten entstünden.

Das irreführende Zahlenwerk der Bürgermeisterin geht aber weiter.  Agsta wurde erhört, und ein kleiner Kultursaal soll mit den Stimmen von SPD und CDU gebaut werden. Jetzt im letzten Schritt, von der Architekten-Planung 2010 bis zum jetzigen Generalunternehmervertrag, gibt es jedoch bereits eine Kostensteigerung von mindestens 1,7 Mio.€ beim günstigsten Bieter und das allein nur für den Veranstaltungssaal ohne den Sparkassenteil.

Wir reden hier also schon jetzt über eine Kostensteigerung von fast 70% zur ursprünglichen Planung 2010.

Es gab 3 Bieter für den Neubau. Der günstigste liegt jetzt bei 3,9 Mio.€, und der nächste ist bei 4,5 Mio.€. Wo lag der Dritte? Darüber wurde nicht informiert. Alles ohne die weiteren 900.000 €, die für Nebenkosten (Elektroversorgung, Möblierung, Küche, usw.) entstehen werden.

Seit dem Abriss des alten Kultursaales hat es relativ problemlos zahlreiche Veranstaltungen sowohl in Quierschied (z.B. Alte Näherei, Jahn-Turnhalle) und auch in Fischbach (Fischbachhalle) und Göttelborn (verschiedene Räume im Gewerbegebiet) gegeben.

Bei einer Online-Umfrage im Quierschied-Blog hat sich eine Mehrheit ebenfalls gegen einen Neubau ausgesprochen. Eine Bürgerbefragung wurde seitens der Bürgermeisterin einfach abgelehnt. Die Bürgermeisterin macht sich wieder froh mit der Grundaussage, dass der Kostenanteil der Gemeinde bei den bisherigen rd. 2 Mio.€ bleiben soll, weil andere Kostenträger (Steuerzahler) gefunden wurden.

Für uns heißt das aber, dass wir über 2 Mio.€ ausgeben, die wir nicht haben, für etwas, das wir nicht brauchen, und uns noch zusätzlich mit anderen saarländischen Steuergeldern bezuschussen lassen. All das in einer Situation, in der sowohl unsere Gemeinde als auch unser Land hoch verschuldet sind.

Es handelt sich auch um Geld, das wir dringend für unsere vorhandenen Gebäude benötigen, sei es für das Rathaus, das Sportzentrum, Schulsporthallen, Kindergärten, Kanalsanierung usw. Die Gemeinde kann jeden Euro gebrauchen!