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26.01.2016

Die landesweite Busverbindung an der Saar – ein Trauerspiel

Man kann die Forderung von dem wirtschaftspolitischen Sprecher der Saar-Linken Heinz Bierbaum und Thomas Lutz, Mitglied des Verkehrsausschusses im Bundestag,  nur unterstützen. Es wäre an der höchsten Zeit, dass der ÖPNV an der Saar in eine Hand käme. Das Saarland mit nicht einmal einer Million Einwohnern leistet sich mehrere Verbunde, um anscheinend abgehalfterten Politikern und Parteifreunden noch zu attraktiven und gut dotierten Posten zu verhelfen. Ein altes Sprichwort sagt schon: Viele Köche verderben den Brei.

Wenn man mal über den Tellerrand hinausschaut, bemerkt man sehr schnell, dass in anderen größeren Regionen und Millionenstädten einiges viel besser funktioniert und viel attraktiver ist. Doch hierzulande jammert man lieber auf höchstem Niveau und erhöht ständig die Preise. So hängt man z.B. Fahrpläne aus, die oft so klein gedruckt sind, dass ein älterer Mensch sie kaum oder gar nicht lesen kann. Dazu sind diese Fahrpläne meist unverständlich und führen zur Verunsicherung der Fahrgäste. Oder das Buspersonal ist bei verschiedenen Änderungen schlecht informiert, so dass es leicht an verschiedenen Tagen bei unterschiedlichem Personal zu unterschiedlichen Preisen innerhalb einer sogenannten Verkehrswabe kommt. Warum fahren z. B. Leute aus unserer Region mehr nach Neunkirchen statt nach Saarbrücken zum Einkaufen? Weil in Neunkirchen die Parkgebühren geringer sind als die Buskosten nach Saarbrücken. Würde man den ÖPNV zu angemessenen Preisen und attraktiven Fahrplänen anbieten, würden wohl viele Bürger gerne ihr Auto in der Garage stehen lassen, um unsere Umwelt zu schonen. Doch so lange man nicht bereit ist, eine Stabstelle für den ÖPNV zu schaffen, wird sich das Trauerspiel ÖPNV fortsetzen. Und der Kunde und die öffentliche Hand werden weiterhin die Zeche zahlen müssen.