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03.12.2014

Eigenkapital der Gemeinde fällt weiter

Der Frust ist verständlich, vor allem weil die Bilanz gar nicht positiv ist!

Die Haushaltsentwicklung ist überwiegend auf eine jetzt schon zum zweiten (und wahrscheinlich letzten) Mal erfolgte Steuernachzahlung nebst Zinsanhang eines insolventen Unternehmens zurückzuführen. Aber auch danach ergibt sich nur ein Überschuss vor rd. 2 Mio. € Abschreibungen – unter Berücksichtigung dieser Abschreibungen ergibt sich weiterhin ein Defizit von rd. 1 Mio. €. Dies wird jedoch erst in der endgültigen Bilanz richtig erkennbar, die seit Jahren gesetzwidrig verspätet vorgelegt wird – das Eigenkapital der Gemeinde fällt weiter. Und im Zustand der öffentlichen Gebäude, Straßen, etc., wo nicht reinvestierte Abschreibungen als Werteverfall auch für die Bürger z.B. in Schulen oder an den Schlaglöchern auf den Straßen sichtbar werden. Dafür haben sie aber „Karins Lustgarten“ (Eisengraben), u. ä. erhalten und bekommen wahrscheinlich auch bald einen Kultursaal, der für viele Bürger unnötig erscheint, aber wohl trotzdem realisiert wird (wenn nicht im Rahmen der neuen Haushaltsdisziplin und vorgeplanten Verwaltungsreform im Saarland doch noch die Zuschüsse gestrichen werden – mal sehen, was der neue Innenminister Boullion dazu meinen wird).

Ein Grundübel in Quierschied ist der nicht ausreichend erfolgte Strukturwandel nach Ende des Bergbaus. Arbeitsplätze, Bevölkerungszahl und damit Steuereinnahmen gingen verloren – auch überdurchschnittlich zur allgemeinen Entwicklung im Saarland. Leerstehende Geschäfte, Häuser und Wohnungen sind ein Beleg dafür und eben die seit vielen Jahren schlechte Haushaltssituation.

Und deshalb wird auch die Entwicklung in 2015 ff. weiter negativ sein – bis das Eigenkapital gänzlich aufgebraucht ist und dann –im Rahmen einer 2.Gebietsreform nach 1974- die Gemeinde Quierschied ihre Eigenständigkeit verlieren wird. Wir werden dann Sulzbacher oder Saarbrücker …