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05.04.2014

Wann kommt endlich ein Umdenken?

Für die Infrastruktur ist schon jetzt ein enormer Investitionsstau aufgelaufen. Viele Bürger sind dieser Meinung, und wir werden immer wieder darauf angesprochen: Man überlässt vorhandene Bausubstanzen ihrem natürlichen Verfall. Dann wird man nach einiger Zeit ohne große Gewissensbisse sagen wie beim Rathaus/Kultursaal und Hallenbad: Die enormen Investitionen lohnen nicht mehr. Wir müssen „leider“ abreißen bzw. stilllegen.

Nicht ohne Grund wenden sich Vereine händeringend an die Parteien, weil sie Existenzängste haben und um ihr Domizil bangen, um zumindest einen weiteren Verfall der Sporthalle Taubenfeld zu stoppen. Für die notwendigsten Reparaturen heißt es immer: Es ist kein Geld da. Doch wenn Druck von außen gemacht wird, wird man plötzlich aktiv, um wenigstens den Eindruck zu vermitteln, man kümmere sich doch.

Eine Sporthalle ist eine Begegnungsstätte, wo sich junge und alte Sportler aus der näheren Umgebung treffen. Die Quierschieder Sporthallen bieten diesen Besuchern ein erbärmliches Bild. Das ist kein Aushängeschild für unsere Gemeinde. Wie man Gebäude energetisch sanieren und anschaulich machen kann, sieht am Beispiel der Taubenfeldschule. Wäre diese Schule wohl weiter in Gemeindeträgerschaft geblieben, hätte man sie auf kurz oder lang auch abreißen müssen.

Blumenbeete und Lustgarten sind schön und gut. Doch sollte man die knappen Gelder sinnvoller nutzen zur Instandhaltung und Erneuerung unserer maroden Gebäude, Straßen, Kanäle usw. Statt dessen baut man ein neues Millionengrab, für das man in ein paar Jahren auch kein Geld hat, um notwendig werdende Reparaturen vornehmen zu können. Bei solchen Bauprojekten werden immer wieder die Zuschüsse vom Land usw. in den Vordergrund gestellt. Dass am Ende doch einiges am Gemeindesäckel hängen bleibt, wofür neue Kredite aufgenommen werden müssen, verschweigt man mal wieder.

Den Anwohnern der Schillerstr. wird schon seit Jahren erzählt, ihre Straße stünde ganz oben auf der Prioritätenliste. Doch nix passiert. Die Leute werden nur von Jahr zu Jahr vertröstet. An anderer Stelle, wo Gullyschächte abgesackt sind, stellt man Warnbarken auf und fertig. Damit hat man seiner Aufsichtspflicht Genüge getan. Haben Sie sich mal in letzter Zeit die Marienstraße näher angesehen? Da klappern die Steine wieder wie vor der Neugestaltung vor 3 Jahren. Der normal denkende Bürger fragt sich: Wo bleibt bei solchen Projekten die Kontrolle des Bauamtes? Wo bleibt die Verantwortung der Gutachter, die eine Menge Geld kassiert haben?

Vor 3 Jahren hat man uns das Märchen erzählt: Nach neuester Erkenntnis müssten die Steine 10 cm stark sein. Doch was nützen 10 cm dicke Pflastersteine, wenn sie noch schneller kaputt sind als die ursprüngliche Pflasterung. Nun zerbersten schon die ersten Pflastersteine oder fliegen beim Überfahren hoch, werden dann gelegentlich entfernt und die Löcher mit Teer ausgefüllt. Das wird die nächste Großbaustelle und das nach gerade mal 3 Jahren. Die Verwaltung kann die Schuld nicht auf die ausführende Baufirma schieben, das Versagen liegt in erster Linie an mangelnder Kontrolle des Bauamtes.