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22.08.2013

Mehrzweckraum auf Spekulationen finanziert

Wir erinnern uns, dass der alte Kultursaal keinen Wasserschaden hatte und musste somit nur dem Wunsch der Bürgermeisterin nach einer Sichtachse zwischen unterem und oberem Markt weichen. Wir hätten den „alten“ Kultursaal energetisch saniert und modernisiert, so Klaus-Dieter Nemecz.  Die FREIEN WÄHLER möchten die Ortsmitte von Quierschied ohne Mehrzweckraum gestalten. „Ein schöner Festplatz bzw. großer kostenloser Parkplatz bringt uns und den Geschäftsleuten mehr. Dieser Mehrzweckraum wird den ansässigen Gastronomen die letzte Butter vom Brot nehmen und auf lange Sicht werden hier Arbeitsplätze vernichtet“, befürchtet Gernot Abrahams.

Wir möchten Ihnen unsere Sicht dieser spekulativen Finanzierung darlegen:

Die Kosten für den neuen Mehrzweckraum in der Ortsmitte von Quierschied belaufen sich auf zunächst auf 3,2 Mio. €. Zur Finanzierung der Gesamtmaßnahme von 3,2 Mio. € kommen ja noch die Außenanlagen und Umfeldgestaltungen von ca. 1 Mio. € hinzu sowie weitere Einrichtungen die dann in den entsprechenden Ausschüssen beraten werden sollen.

Mit Taschenspielertricks versucht die Bürgermeisterin den neuen Mehrzweckraum uns Bürgern schmackhaft zu machen. Sie redet von nur 1 Mill. € Neuverschuldung. Denn Offensichtlich wird uns eine Schuldenstand „nach“ 10 Jahren Tilgung, verkauft. Die Langfrist-Verschuldung nur aus den geschätzten „Gesamtkosten“ von 3,2 Mio. € betragen nach Abzug der „Landesmittel“ zunächst 2,0 Mio. €! „Sollte“ es dann tatsächlich gelingen, in den ersten 10 Jahren jährlich mit 100.000 € die 1 Mio. € zu tilgen, dann beträgt die Langfrist-Verschuldung „nach 10 Jahren“ „nur noch“ 1 Mio.. Hinzu käme allerdings auch noch der Tilgungsanteil aus der Finanzierung der o.g. Außenanlagen/Umfeldgestaltung von 1 Mio. € –nach Abzug der Städtebaufördermittel (Wir geben zu bedenken, dass unser Bundesland sich in einer Haushaltsnotlage befindet)- plus ggf. weiterer Einrichtung, die noch zusätzlich aus dem Investitionshaushalt dargestellt werden – auch der wird normalerweise langfristig finanziert!

Auch ein Vermögenszuwachs wird uns suggeriert: Auf den „Vermögenszuwachs von 3 Mio.“ bildet der ordentliche Kaufmann natürlich auch jedes Jahr eine Abschreibung, die den Vermögenswert mindert – nicht so scheinbar die Bürgermeisterin. Grob unterstellt bei einer Nutzungsdauer von 50 Jahren (das Rathaus wurde schon nach ca. 30 Jahren abgerissen!), würde dies eine Abschreibung von 2% p.A. bedeuten. Wenn also die Langfrist-Verschuldung nur noch 1 Mio. beträgt (also nach 10 Jahren – bestenfalls!) ist das Gebäude mindestens 20% weniger wert. Von den 3 Mio. wären dann also nur noch ein Wert von 2,4 Mio. da. Die jährlichen Kreditzinsen und Bewirtschaftungskosten werden durch die Einsparungen an Personalkosten, die Auflösung des Löschbezirks Göttelborn und des letzte Tafelsilber der Gemeinde finanziert. Als Tafelsilber bezeichnen wir die RWE Anteile der Gemeinde Quierschied, die seit der Eröffnungsbilanz 2010 einen Vermögensverfall von 865.000 € auf 560.000 € (305.000 €) erleben musste. Lawall spekuliert hier mit einer  Dividendenausschüttung von 36.000 €.

Seit 2010 hat Sie bereits 305.000 € verspekuliert, den  die Nachbargemeinde Merchweiler hat ungefähr zum doppelten Wert verkauft und wurde dafür auch noch beschimpft, der Kurs sei zu niedrig gewesen.

Spekuliert wird, dass die Zinsen nicht steigen, die Baukosten nicht steigen, die RWE Anteile nicht weiter fallen und die Steuereinnahmen bleiben.

So etwas bekommt nicht die Zustimmung der FREIEN WÄHLER.